Erkunden Sie den Osten Islands. Hier, wo die Fjorde das Land begrenzen, erobert sich die Natur ihr Terrain zurück. Auf den ersten Blick wirkt Egilsstaðir wie eine gewöhnliche Stadt, doch sie birgt viele Schätze. Im Herzen der Region Austurland gelegen, ist der ruhige Ort der perfekte Ausgangspunkt für die Entdeckung des mystischen Islands - zwischen bewaldeten Höhen, zauberhaften Seen und von Elfen bewohnten Tälern.
1. Um den Lagarfljót-See spazieren
Der Lagarfljót-See ist das Wahrzeichen der Region und schlängelt sich friedlich über fast 25 Kilometer bei Egilsstaðir. Seine dunklen, tiefen Gewässer sollen das Versteck eines legendären Monsters sein - ein Verwandter vom schottischen Nessie. Entdecken Sie die versteckten Geschichten zwischen den Schilfrohren. Ob man daran glaubt oder nicht: Ein Spaziergang entlang des Ufers regt die Fantasie an. Im Sommer spiegeln sich die goldenen Farben der Mitternachtssonne im ruhigen Wasser. Im Herbst lodern die Ufer in leuchtenden Farben.
2. Den Hallormsstaðaskógur-Wald besuchen
Dachten Sie, in Island gibt es keine Bäume? Lernen Sie den größten Wald des Landes kennen: den Nationalwald Hallormsstaðaskógur. Hier finden Sie gut markierte Wege, je nach Saison können Sie Beeren sammeln und es laden einige versteckte Plätze zum Picknicken an stillen Wasserfällen ein. Dieser Wald ist ein unerwarteter Rückzugsort. Atmen Sie die frische Luft ein. Die Luft duftet nach Kiefern und feuchtem Moos. Perfekt für einen ruhigen Spaziergang oder eine Lesepause am Seeufer. Außerdem ist es ein hervorragender Ort zur Beobachtung von Zugvögeln.
3. Die Hengifoss-Wasserfälle bewundern
Möchten Sie zu einem der höchsten Wasserfälle Islands wandern? Hengifoss liegt etwa 30 Autominuten von Egilsstaðir entfernt. Sie wandern etwa 1,5 Stunden durch von Mineralien geprägte Landschaften, bis oben die Belohnung wartet: Ein 128 Meter hoher, atemberaubender Wasserfall, eingerahmt von rot leuchtenden Basalt- und Tonschichten. Ein beeindruckendes Panorama. Auf dem Weg lohnt sich ein Stopp bei Litlanesfoss, dem kleinen Bruder, bewacht von Basaltsäulen, die an eine Kathedrale erinnern. Ideal für Geologie-Fans und Fotografiebegeisterte, die klare Linien lieben.
4. Durch das Zentrum von Egilsstaðir bummeln
Das Zentrum von Egilsstaðir ist zwar klein, ist aber voller Leben. Schlendern Sie vorbei an Cafés, Kunsthandwerksläden und dem kleinen Markt, auf dem Sie regional und lokal produzierte Angebote finden. Besuchen Sie eine Buchhandlung oder genießen Sie in einem Teesalon ein Stück Zimtkuchen. Ein typisches Bild für das ruhige Leben in den Ostfjorden - nutzen Sie die Zeit für einen Zwischenstopp zwischen Wandertagen oder an einem regnerischen Nachmittag.
5. Regionale Spezialitäten auf dem Biohof Vallanes probieren
Nur 15 Minuten von Egilsstaðir entfernt liegt der Biohof Vallanes, ein Juwel nachhaltiger Landwirtschaft. Gemüse, Samen und Wildkräuter werden hier im Einklang mit dem Klima und Boden der Region angebaut. Genießen Sie einen vegetarischen Brunch auf der Holzterrasse mit Blick auf die Berge. Cremige Suppen, Haferflocken-Pfannkuchen und vitaminreiche Smoothies - hier ist alles hausgemacht. Dabei haben Sie die Gelegenheit, mit den engagierten Produzentinnen und Produzenten ins Gespräch zu kommen.
6. Den Fluss in Richtung Seyðisfjörður überqueren
Folgen Sie der kurvigen Straße über den Fjardarheiði-Pass, der sogar im Sommer manchmal schneebedeckt ist. Nicht um Egilsstaðir zu entkommen, sondern um den farbenfrohen und künstlerischen Nachbarn Seyðisfjörður zu entdecken. In weniger als 30 Minuten verändert sich die Szenerie: ein enger Fjord, bunte Holzhäuser, Kunstgalerien und eine entspannte Bohème-Atmosphäre. Ein Muss für eine gelungene Auszeit. Wer möchte, kann weiter bis zu den Vestdalur-Wasserfällen am Ende des Tals fahren.
7. In den natürlichen Thermalbädern von Vök baden
Auch im Osten Islands gibt es heiße Bäder. Und nicht irgendwelche. Die Vök-Bäder, nur 5 Minuten von Egilsstaðir entfernt, bieten ein unvergessliches Erlebnis auf schwimmenden Becken im Urriðavatn-See. Das warme, natürlich gefilterte Wasser stammt aus einzigartigen geothermischen Quellen der Region. Sie treiben sanft im Nebel, umgeben von Stille und Natur. Der Kontrast zum kühlen See nebenan ist perfekt für Fans nordischer Thermalbäder.
8. Auf den Spuren der Elfen im Borgarfjörður Eystri wandeln
Etwa eine Stunde von Egilsstaðir entfernt erzählen die gezackten Berge von Borgarfjörður Eystri Geschichten - von Elfen, die hier leben sollen. Im gleichnamigen Dorf steht sogar das angebliche Haus der Elfenkönigin Álfaborg. Glauben oder Tradition? Lassen Sie sich verzaubern. Die Natur ist hier so unberührt und rau, dass sie alle Legenden zum Leben erwecken könnte. Gleichzeitig ist die Region von April bis August einer der besten Orte, um Papageientaucher zu beobachten.
9. Am Fjord Mjóifjörður wandern
Ein noch größerer Geheimtipp ist der oft vergessene Fjord Mjóifjörður. Er ist über eine einzige, spektakuläre Schotterstraße erreichbar und zählt zu den schönsten und abgelegensten Orten Islands. Hier finden Sie den märchenhaften Wasserfall Klifbrekkufossar, der in Stufen hinabstürzt. Erfahrene Wanderinnen und Wanderer kommen auf ihre Kosten: alpine Wege, absolute Stille, wilde Gipfel und Blick auf den Fjord. Für alle Abenteurer und Liebhaberinnen der weiten, einsamen Natur.
10. Nordlichter im Winter beobachten
Besuchen Sie Egilsstaðir zwischen September und April? Dann werfen Sie abends unbedingt einen Blick in Richtung Himmel. Hier herrscht wenig Lichtverschmutzung. Die trockene Kälte und klare Luft machen Egilsstaðir zu einem der besten Orte im Osten, um Nordlichter zu sehen - besonders etwas außerhalb des Stadtzentrums. Eingekuschelt in eine Decke und mit einer Thermoskanne Kakao warten Sie geduldig. Wenn das grüne Licht zu tanzen beginnt, flüstert Island seine geheimnisvollen Geschichten in die Nacht.
Egilsstaðir zeigt Ihnen ein Island abseits der Massen - mit Wäldern, nebelverhangenen Seen, Legenden und wechselndem Himmel. Mit einem engagierten lokalen Guide verstehen Sie schnell, wo Sie die isländische Seele besser verstehen lernen.
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