1) Den Hekla über den Aufstiegspfad erklimmen (wenn es die Bedingungen erlauben)
Das Highlight hier ist die Wanderung zum Gipfel eines immer noch aktiven Vulkans. Von einer 4x4-Piste abgehend von der F225 (Landmannaleið) gewinnt man schnell an Höhe in einer kargen Landschaft, in der der Bimsstein unter den Schuhen knirscht und die Luft nach von der Sonne erwärmter Vulkanasche duftet. Der Anstieg ist anspruchsvoll, aber bei gutem Wetter technisch nicht schwierig, allerdings spürt man den Wind deutlich.
Die Umgebung verändert sich mit jeder Kurve: schwarze Asche, ziegelrote Schlacke und späte Schnee-Reste. Bei klarem Himmel ist die Belohnung ein spektakuläres Panorama über das Hochland, die Ebenen im Süden und in der Ferne die Gletscher. Starten Sie früh, nehmen Sie warme Kleidung und Windschutz mit und informieren Sie sich vor Ort über die vulkanische Aktivität und das Wetter. Achtung: Die Vorwarnzeit vor einem Ausbruch der Hekla gehört in Island zu den kürzesten, manchmal unter einer Stunde.
2) Die Krater und Lavafelder an den Flanken des Hekla erkunden
Am besten lässt sich der Hekla bei einer Wanderung durch seine vulkanisch geprägte Landschaft mit Kratern, Lavaströmen und Tephrafeldern erkunden.Sie müssen nicht den Gipfel anstreben; kürzere Strecken führen durch mondähnliches Terrain mit leichten Korksteinen und Farben von Schwarz bis Rostrot. Die Stille ist beeindruckend – nur das Rascheln des Windes und das Knirschen der Schlacke unter den Füßen.
Diese Touren eignen sich gut, um die Landschaft im Detail zu entdecken, zum Beispiel die Moose auf der Lava. Ein lokaler Guide ist wertvoll, um eine passende Rundwanderung zu wählen und instabile Bereiche zu meiden, besonders nach Regen oder Tauperioden.
3) Einen Tagesausflug nach Landmannalaugar zwischen Rhyolith und heißen Quellen machen
In der Nähe des Hekla befindet sich mit Landmannalaugar eines der bekanntesten Wandergebiete Islands, geprägt von farbenfrohen Bergen und natürlichen Warmwasserquellen. Je nach Saison ist die Region über Hochlandpisten erreichbar. Schon bei der Ankunft zeigt sich die Landschaft in ungewöhnlichen Farbnuancen - von Gelb- und Grüntönen bis hin zu Rosa und Grau, die sich deutlich von der dunklen Lava abheben. Bereits kürzere Rundwanderungen von zwei bis vier Stunden bieten einen guten ersten Eindruck der Region.
Um die Menschenmassen zu vermeiden, gehen Sie früh am Morgen oder spät am Tag und wählen Sie ruhigere Pfade, die von lokalen Agenturen empfohlen werden.
4) Den Hekla vom Tal Þjórsárdalur mit seinen historischen Bauernhöfen betrachten
Wer es ruhiger mag, findet im Þjórsárdalur-Tal den perfekten Ort mit weitem Blick auf Hekla und Geschichte zum Anfassen. Hier wellen sich Wiesen, Zwergbirken zittern, und der Vulkan thront im Hintergrund wie eine beständige Präsenz. Legen Sie einen Stopp in Stöng und bei der Nachbildung des Þjóðveldisbær ein, um sich das Leben der Isländer zur Zeit der Sagas vorzustellen – vor den Eruptionen, die die Region neu gestalteten.
Der Ort eignet sich gut für einen Familienausflug mit kurzen Wanderungen, archäologischen Stätten und Fotostopps. Im Nachmittagslicht taucht die schräge Sonne die dunklen Hänge des Hekla in warmes Licht und zeigt, warum der Vulkan lange Respekt und Legenden hervorrief.
5) Eine landschaftlich reizvolle Route zu den Wasserfällen Háifoss und Granni folgen
Nur einen Steinwurf vom Bergmassiv entfernt lohnt sich der Besuch der Wasserfälle Háifoss und Granni – Schwindelgefühl und Frische garantiert. Die Piste führt zu einem Aussichtspunkt, an dem das Wasser in eine tiefe Schlucht stürzt, begleitet von einem dumpfen Grollen, das von den Wänden widerhallt. Bei klarem Wetter fangen die Gischttröpfchen das Licht ein, und das fluoreszierende Moos kontrastiert mit dunkler Asche und Basalt – ein typisches Bild des isländischen Hochlands.
Bleiben Sie auf den markierten Wegen, der Boden kann besonders nach Regen an den Rändern brüchig sein. Für ein intensiveres Erlebnis kommen Sie außerhalb der Hauptzeiten und nehmen sich Zeit, dem Wasserfall, dem Wind und der großen Stille zwischen den Windstößen zu lauschen.
Unsere Tipps für den Besuch des Vulkans Hekla
Kann man auf dem Vulkan Hekla wandern?
Ja, man kann auf dem Vulkan Hekla wandern, allerdings nur, wenn die Bedingungen und Sicherheitswarnungen es erlauben. Es ist ein rauer Berg, oft vom Wind gepeitscht, mit schwarzen Ascheschichten und hellem Bimsstein, der das Gefühl vermittelt, am Ende der Welt zu sein.
Die klassische Route beginnt am Parkplatz Skjólkvíar an der Straße 26 und führt über einen markierten, aber sehr exponierten Weg bis zum Gipfel. Für Hin- und Rückweg sollten Sie je nach Fitness und Wetter 4 bis 6 Stunden einplanen. Dabei sind erhebliche Höhenunterschiede, instabile Passagen und manchmal Schneefelder zu bewältigen. Die beste Zeit ist von Ende Juni bis Anfang September. Prüfen Sie vor der Tour die Infos von SafeTravel und den Wetterbericht, denn Nebel und Wind können hier schnell aufziehen. Beachten Sie, dass die Warnzeit vor einem Ausbruch zu den kürzesten Islands gehört, teilweise unter einer Stunde.
Von wo aus den Vulkan Hekla am besten beobachten?
Für die Beobachtung des Hekla empfiehlt sich die Straße 26 (Sprengisandur) bei den Höfen von Rangárvellir. Dort zeichnet sich die dunkle Silhouette oft vor einem weiten Himmel ab, während der Duft feuchten Grases und der Wind über die Ebenen ziehen. Bei klarem Wetter bietet der natürliche Aussichtspunkt nahe Leirubakki eine große Aussicht ohne Anstrengung. Wer es wilder mag, fährt bis Hrauneyjar an den Stausee – dort erhebt sich der Hekla in weiter Ferne, eindrucksvoll und faszinierend.
Einen Stopp am Vulkan Hekla bei einer maßgeschneiderten Islandreise einplanen
Mit Evaneos planen Sie Ihre Reise gemeinsam mit einer deutschsprachigen lokalen Agentur, die in Island ansässig ist. Dank ihrer Erfahrung vor Ort kennt sie die Gegebenheiten genau – von Straßen und Wetterbedingungen bis zu den besten Reisezeiten, um stark frequentierte Orte zu vermeiden. Auch bei kurzfristigen Änderungen bleiben Sie gut informiert und flexibel unterwegs.
Wenn Sie eine individuelle Reise zum Vulkan Hekla planen, passt Ihr lokaler Ansprechpartner Route, Etappen und Unterkünfte an Ihre Wünsche an – ob Wanderungen, heiße Quellen oder Ausflüge in abgelegene Regionen. So entsteht eine maßgeschneiderte Reise, die Ihnen authentische Einblicke ermöglicht und gleichzeitig Zeit bei der Planung spart.