Reise am Namaskard

Eine Schwefelwüste, heulende Fumarolen im Wind und brodelnder Boden.

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Wer den Norden Islands bereist, sollte auf jeden Fall Námaskarð besuchen. Hier brodelt die Erde: Fumarolen steigen mit einem dumpfen Grollen auf, heiße Schlammlöcher blubbern vor sich hin, und die Luft ist vom typischen Schwefelgeruch erfüllt. In Námaskarð erstrahlt der Boden in unwirklichen Farben - von leuchtendem Gelb bis zu tiefem Ocker - und bildet einen starken Kontrast zum Himmel und den umliegenden Bergen. Dieser geothermal aktive Pass am Rande der Region des Mývatn-Sees fasziniert und erstaunt gleichermaßen. Die Szenerie wirkt wie von einem anderen Planeten - und das ist erst der Anfang.

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Namaskard: Wie kommt man hin?

Námaskarð liegt im Norden Islands, in der Nähe des Mývatn-Sees, am Fuße des Námafjall-Berges. Die Gegend ist bekannt für ihre vulkanischen Schwefelaustritte.

Namaskard : Beste Reisezeit

Die beste Zeit, um Námaskarð zu erkunden, liegt zwischen Juni und September, wenn die Straßen gut passierbar sind - trotz der erhöhten Besucherzahlen in dieser Saison.

Namaskard : Wie viel Zeit wird benötigt?

Rechnen Sie mit etwa 30 Minuten bis zu einer Stunde, um die Fumarolen und sprudelnden Schlammtöpfe bei Námaskarð zu erkunden.

Erfahren Sie mehr über Ihr Reiseziel

Was kann man in Námaskarð sehen und unternehmen?

1. Die Solfataren und Fumarolen von Hverir entdecken

Willkommen auf einem anderen Planeten: In Námaskarð brodelt die Erde direkt unter Ihren Füßen. Das Geothermalgebiet von Hverir ist ein aktives Feld mit pfeifenden Fumarolen, kochenden Schlammlöchern und leuchtend gelben Schwefelschichten - ein fast surrealer Anblick. Der Geruch fauler Eier verrät Schwefelwasserstoff, ein lebendiges Zeichen der vulkanischen Aktivität.

Auf den markierten Wegen wandern Sie zwischen heißem Dampf und rissigem Boden. Hier finden Sie keinen Grashalm weit und breit. Aus dem ocker-, orange- und graufarbenen Boden dampft es ständig. Das ist keine Kulisse aus einem Science-Fiction-Film, sondern Island in seiner ursprünglichsten Form. Ein intensives Erlebnis für die Sinne - das dumpfe Grollen unter der Erde und die Hitze, die vom Boden emporsteigt.

2. Den Námafjall besteigen

Der Námafjall erhebt sich auf fast 500 Metern über dem Hverir-Feld. Der Aufstieg ist einfach machbar, wenn Sie gutes Schuhwerk tragen. Und die Rundtour dauert weniger als eine Stunde hin und zurück, belohnt jedoch mit einem spektakulären Panorama: Auf der einen Seite liegt der Mývatn-See, auf der anderen die mondähnlichen Ebenen von Námaskarð.

Je höher Sie kommen, desto mehr verwandelt sich das brodelnde Geothermalgebiet in eine Weite mit endlosem Ausblick. Am Gipfel beeindruckt der Kontrast: Der aufsteigende Dampf aus der Erde, die fantastischen Farben des Bodens und der Wind, der über die Gipfel fegt - hier spürt man die Kraft der Elemente in ihrer reinsten Form.

3. Die mineralische Farbpalette bewundern

In Námaskarð zeichnet die Natur beeindruckende Bilder: Tiefes Ocker, verglühte Rottöne, giftiges Gelb und metallische Grautöne - hier malt die Natur mit Oxiden und Schwefel. Es ist einer der wenigen Orte in Island, an denen die mineralische Vielfalt des Bodens so deutlich unter freiem Himmel sichtbar wird.

Nehmen Sie sich Zeit, die Formen, Texturen und starken Kontraste zu betrachten. Manche Stellen erinnern an die Farben einer fremden Wüstenlandschaft, andere an Lavaströme eines Mars-Vulkans. Im wechselnden Licht wandelt sich die Szenerie minütlich und zeigt eine überraschend lebendige Geologie.

4. Bei Sonnenaufgang und Sonnenuntergang fotografieren

Die unwirklichen Farben von Námaskarð wirken zu Tagesanbruch oder beim Sonnenuntergang noch intensiver. Wenn die Sonne tief am Horizont steht, lodern die Fumarolen auf, die dampfenden Schlammlöcher verwandeln sich in kupferne Spiegel, und das gelbe Schwefel leuchtet wie geschmolzenes Gold.

Das ist ein besonderer Moment für Fotografieinteressierte und Naturbegeisterte. Erleben Sie wenig Besucherinnen und Besucher, sanftes Licht und eine fast mystische Atmosphäre. Ein Paradies mit natürlichen Lichtstimmungen und wüstenartiger Landschaft, die einer Traumlandschaft zu entstammen scheint.

5. Geothermie mit einem lokalen Guide entdecken

Mit einem lokalen Guide erleben Sie nicht nur den spektakulären Ausblick, sondern erhalten Einblick in die isländische Erdgeschichte, ihre unterirdischen Energie und ihre alltägliche Nutzung. Hier wird deutlich, wie die Geothermie genutzt wird: Für das beheizen der Häuser und um die Dörfer mit Strom zu versorgen.

Ihr Guide zeigt Ihnen auch, wie man den Dampf deutet, welche Vorsichtsmaßnahmen in dieser instabilen Gegend wichtig sind, und teilt lokale Legenden mit Ihnen. Ein faszinierender Ausflug, bei dem Wissenschaft, Natur und isländische Tradition in harmonischem Einklang stehen.

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Möchten Sie eine faszinierende Etappe in Námaskarð einbauen und abseits der üblichen Wege unterwegs sein? Genau solche Tipps erhalten Sie nur von den Bewohnerinnen und Bewohnern Islands.

Namaskard : Unsere Rundreisen

Namaskard : praktische Informationen

Von Reykjavík aus erreicht man Námaskarð in 6 bis 7 Stunden Fahrzeit über die Ringstraße (Route 1) in Richtung Akureyri. Danach folgt man der Route 1 bis zum Mývatn-See. Der Pass von Námaskarð liegt direkt neben Hverir. Das ist die einfachste Strecke, um dieses geothermische Gebiet im Nordosten zu entdecken.

Der Zugang zu Námaskarð ist komplett kostenfrei. Beim Besuch dieses einzigartigen geothermischen Gebiets im Norden Islands, nahe dem Mývatn-See, wird kein Eintritt verlangt. Das Parken ist allerdings gebührenpflichtig.

Das geothermische Gebiet Námaskarð ist das ganze Jahr über rund um die Uhr frei zugänglich. Öffnungszeiten gibt es keine, so kann man den Ort jederzeit genießen - sei es, um die Fumarolen im sanften Morgenlicht zu betrachten oder um die köchelnden Schlammtümpel unter dem Sternenhimmel zu fotografieren.

Nein, Baden ist in Námaskarð nicht möglich - und Sie sollten es auch nicht versuchen. Der geothermische Pass östlich des Mývatn-Sees wirkt wie eine Mondlandschaft, durchzogen von zischenden Fumarolen und brodelnden Schlammtümpeln. Das Wasser hier erreicht oft über 80 Grad und verströmt einen starken Schwefelgeruch. Der Besuch lohnt sich wegen der rohen Schönheit der Natur, nicht um einmal kurz die Füße ins Wasser zu tauchen.

Auf den verbrannten Böden von Námaskarð, wo die Fumarolen zischen und Erde in Ocker- und Schwefeltönen leuchtet, leben nicht viele Tiere. Hier eine Übersicht über die Tiere, die Ihnen während der Erkundung begegnen könnten:

  • Der Goldregenpfeifer mit seinem melancholischen Ruf, der auf den dunklen Steinen sitzt und mit wachen Augen die Umgebung beobachtet.
  • Der Polar Fuchs, eine scheue Gestalt mit jahreszeitlich wechselndem Fell, oft in der Morgendämmerung zu sehen.
  • Kurzschnabelgänse, die auf ihrer Zugroute in den wenigen nahegelegenen Feuchtgebieten Rast machen.

Mývatn, Reykjahlíð und Hverir sind die besten Ausgangspunkte für einen Besuch von Námaskarð. Reykjahlíð liegt weniger als 10 Minuten entfernt und bietet familiäre Gästehäuser sowie eine ruhige Atmosphäre direkt am See. In Mývatn gibt es mehr Auswahl, von naturnahen Hotels bis hin zu authentischen Bauernhöfen.

Die lokalen Evaneos-Agenturen kennen die Region in- und auswendig. Sie empfehlen nachhaltige Unterkünfte, Bauernhöfe, die von isländischen Familien geführt werden, oder gemütliche Gästehäuser mitten in der Vulkanlandschaft. Nutzen Sie Ihre Expertise, um diese außergewöhnliche Zeit inmitten des echten Islands zu erleben.

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