1. Aufstieg zum Laki-Krater (Lakagígar)
Die Aussicht von den Höhen des Laki ist der beste Weg, den Ausbruch von 1783 zu verstehen, als sich eine lange vulkanische Narbe über fast 27 Kilometer öffnete. Der Weg steigt sanft über schwarze Asche und ziegelrote Schlacken an, unter Ihren Sohlen das knirschende Basaltkorn. Oben eröffnet sich Ihnen der Blick auf ein erstarrtes Meer aus moosbedeckter Lava, während sich in der Ferne die weißen Zungen der Gletscher des Vatnajökull ausbreiten.
Bei klarem Wetter tritt jede Erhebung, jeder Kegel und jede Mulde ganz besonders hervor. Bereiten Sie sich gut vor und nehmen Sie sich Zeit: Hier kann der Wind kräftig wehen. Lokale Agenturen empfehlen oft den späten Nachmittag für einen Besuch, dann sind die Farben ganz besonders intensiv und die Besucherzahlen sind niedriger.
2. Der Hochlandpiste F206 ins Herz des Gebirges folgen
Die Anfahrt zum Laki ist bereits eine Reise für sich. Die Hochlandpiste führt durch eine mondähnliche Landschaft, bevor sie von Moos und Asche durchzogen wird. Die F206 muss man mit Respekt und langsam befahren. Kurbeln Sie das Fenster herunter und atmen Sie die kalte, mineralische Luft ein. Folgen Sie den Schildern nach „Lakagígar“ und tauchen Sie ein in ein ursprüngliches, fast vertrautes Island, fernab der großen Straßen.
Je nach Saison ist das Gelände von Furten (seichte Flussübergänge) durchzogen, daher ist ein Geländewagen unverzichtbar. Für eine sichere Planung lässt man die Fahrt am besten von einer lokalen Agentur organisieren, denn hier ändert sich das Wetter schnell und bestimmt das Reisetempo.
3. Die Lavamassen zu Fuß erkunden
Spüren Sie den Nervenkitzel: Erkunden Sie die Kraterspalte von ganz nah zu Fuß und betrachten Sie die lebendige Geologie. Zwischen den Kratern schlängeln sich Pfade durch ein Mosaik aus zerklüfteten Felsen, schwarzem Sand und dichtem Moos. Jeder Schritt offenbart neue Nuancen: giftgrün, anthrazitgrau, rostbraun - hier herrscht ein starker Kontrast zwischen sanfter Natur und rauem Gestein.
Es gibt viele Wanderwege, aber der Untergrund ist vielerorts uneben. Ein ortskundiger Guide hilft Ihnen, die Landschaft zu verstehen, alte Lavaflüsse zu erkennen und zu verstehen, warum dieser Ausbruch Island bis heute prägt.
4. Den Fjaðrárgljúfur-Canyon besuchen
Fjaðrárgljúfur liegt ganz in der Nähe und bildet einen großartigen Übergang von der Küste ins Hochland. Der Canyon schneidet in die Landschaft und wird durchzogen von einem milchigfarbenen Fluss, der mal ruhig, mal lebhaft dahinfließt. Der Panoramaweg oben am Hang ist kurz, aber hält viele Aussichtspunkte bereit, an denen Sie erleben können, wie Wasser und Zeit die Natur geformt haben.
Besuchen Sie den Canyon früh morgens oder spät am Tag, um von weniger Besucherinnen und Besuchern zu profitieren. Bleiben Sie auf den markierten Wegen und achten Sie darauf, das empfindliche Moos nicht zu betreten. Nutzen Sie die Zeit für eine Pause, um die Beine zu vertreten und die Aussicht zu genießen, bevor Sie wieder in die besondere basaltische Welt von Laki eintauchen.
5. Kirkjugólf und die Landschaften rund um Kirkjubæjarklaustur entdecken
Kirkjubæjarklaustur ist ein guter Ausgangspunkt für die Wanderung zum Laki, hier finden Sie sanfte Hügel, Wanderwege und das ruhige Flair eines südisländischen Dorfes. Vor der Abfahrt in Richtung Hochlandpiste lohnt sich ein Abstecher nach Kirkjugólf. Diese „Kirchenplatten“ sind natürliche Basaltsäulen, die wie ein geometrisch gelegter Boden wirken, fast wie magisch aufgereiht. Die Steine fühlen sich kalt an und sind stellenweise glatt, stellenweise rau.
In der Umgebung gibt es auch kleine Wanderungen, Aussichtspunkte und ruhige Plätze zum Picknicken mit Blick auf die Berge. Die Teams vor Ort nutzen diese Gegend gern als logistischen Stützpunkt, um das Wetter für die Besteigung des Laki zu überprüfen.
Unsere Tipps für die Entdeckung des Laki
Kann man den Laki besteigen und wie schwierig ist die Tour?
Ja, der Aufstieg zum Laki ist technisch nicht schwierig, vorausgesetzt, man ist erfahren und gut ausgerüstet. Sie besteigen keinen alpinen Gipfel, sondern wandern auf den Kuppen aus schwarzem Schlackenmaterial, die mitunter rutschig sind, bei Wind und schnell wechselndem Wetter. Rechnen Sie mit etwa 2 bis 3 Stunden Gehzeit.
Das Anspruchsvollste ist die Erreichbarkeit des Startpunkts und das unebene Gelände. Die F206 ist nur im Sommer geöffnet und erfordert einen Geländewagen für die Durchquerung der Furten. Wer keinerlei Erfahrung und nicht das passende Mietauto hat, unternimmt die Tour besser mit einer lokalen Agentur. Der Höhenunterschied vor Ort ist moderat, aber der Untergrund ist uneben und Nebel kann die Orientierung erschweren. Gute Schuhe, eine winddichte Kleidungsschicht und ein früher Start sind empfehlenswert, um die Sicht auf den Krater genießen zu können.
Kann man am Lakagígar wandern?
Ja, am Lakagígar, mitten im Vatnajökull-Nationalpark, kann man wandern - entlang dieser Kette von Kratern, die aus dem Ausbruch von 1783 entstanden sind. Bei der Tour handelt es sich um eine Hochlandwanderung, rau und abgelegen, die eine gute Vorbereitung erfordert. Die Tour ist abhängig vom Wetter und dem Zustand der Pisten.
Die Wanderwege folgen den Kratern durch schwarze Schlacken, empfindliches Moos und bieten einen guten Blick auf vulkanischen Sand. Die Routen sind meist leicht bis mittelschwer, aber windig, ohne Schatten und es gibt wenige Wasserstellen. Gute Schuhe und Windschutz sind unverzichtbar. Die beste Zeit ist von Ende Juni bis Anfang September, wenn die F-Pisten meist geöffnet sind. Nach Regen können Schlamm und Furten den Zugang erschweren.
Von wo lässt sich der Lakagígar beobachten?
Den besten Ausblick auf den Lakagígar haben Sie vom Aussichtspunkt am Laki, dieser ist im Sommer über die F206-Piste von Kirkjubæjarklaustur aus erreichbar, gefolgt von einem schönen Anstieg über einen Wanderweg aus schwarzer Asche. Von oben schweift der Blick über die ziegelroten Krater, eingebettet in einen Teppich giftgrüner Moose, mit gelegentlichem Schwefelgeruch in der Luft. Eine ruhigere Alternative ist der Aussichtspunkt Tjarnargígur, der besonders morgens sehr still ist.
Einen Zwischenstopp am Laki bei einer maßgeschneiderten Island-Reise einplanen
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