Was kann man in Isafjordur auf Island sehen und unternehmen?
Eingebettet zwischen steilen Bergen und den ruhigen Gewässern des Skutulsfjörður ist die kleine Stadt Isafjordur das gut gehütete Juwel der Westfjorde. Als regionale Hauptstadt einer ebenso wilden wie faszinierenden Landschaft verkörpert Isafjordur das Island vom Ende der Welt. Hier wird die Stille nur vom Ruf der Möwen, dem Plätschern der Wellen und den Geschichten, die der arktische Wind erzählt, durchbrochen. Hier sind 10 Tipps für diese zeitlose Stadt.
1. Durch die Altstadt schlendern
In den ruhigen Gassen der Altstadt kann man sich leicht verlieren: Die farbenfrohen Holzhäuser aus dem 19. Jahrhundert sind Zeugen vergangener Zeiten. Sie erzählen vom goldenen Zeitalter des isländischen Fischfangs. Hier können Sie fast das Geklapper der Pferdehufen auf dem Pflaster hören oder das Flüstern eines alten Kapitäns, der im Schein einer Laterne von seinen Reisen erzählt. Die Atmosphäre ist besonders, vor allem wenn der Fjord in Nebel gehüllt ist.
2. Das Museum der Westfjorde besuchen
Tauchen Sie in die lokale Geschichte ein und besuchen Sie das Museum der Westfjorde, untergebracht in einem der ältesten Gebäude der Stadt, einem Holzhaus aus dem Jahr 1780. Hier erhalten Sie anhand von historischen Ausstellungsstücken, Fischerbooten und den Erzählungen von Seeleuten einen Einblick in die örtliche Lebensart: Das Meer bestimmt den Lebensrhythmus seiner Bewohnerinnen und Bewohner. Ein aufschlussreiches Museum, das das Leben in den Westfjorden ausführlich zeigt.
3. Wanderwege rund um den Fjord erkunden
Schnüren Sie Ihre Wanderschuhe und besteigen Sie die umliegenden Berge. Die von der Stadt ausgehenden Wanderwege bieten beeindruckende Ausblicke: steile Klippen, helle Moosteppiche und eine Stille, die nur vom Gesang der Küstenseeschwalben durchbrochen wird. Der Wanderweg zur Naustahvilft, „der Stuhl der Riesen“ genannt, bietet einen beeindruckenden Panoramablick auf Fjord und Stadt, der besonders schön ist bei Sonnenuntergang - dann beginnen die Berge langsam rot zu leuchten.
4. Das Naturschutzgebiet Hornstrandir entdecken
Gönnen Sie sich einen oder mehrere Tage in einem der entlegensten Gebiete Islands: dem Hornstrandir-Naturschutzgebiet. Frühmorgens starten Sie mit dem Boot in Isafjordur. Verabschieden Sie sich von der Zivilisation! Hier gibt es keine Straßen, keine Dörfer, nur unberührte Natur und neugierige Polarfuchse. Einige Wege verlaufen entlang der Klippen - finden Sie geheime Strände und erleben Sie absolute Stille. Wer hier im Sommer entlang spaziert, vergisst den Rest der Welt.
5. Frischen Fisch im Tjöruhúsið genießen
Setzen Sie sich in das Restaurant Tjöruhúsið, eine echte lokale Institution in einem Fischerhaus aus dem 18. Jahrhundert. Hier wird gekocht wie früher: tagesfrischer Fisch (Kabeljau, Heilbutt oder Rochen) wird in großen, dampfenden Pfannen zubereitet. Gegessen wird ganz entspannt in einem hellen Holzzimmer, in dem das Lachen und die Geschichten ehemaliger Seefahrer widerhallen. Achtung, die Plätze sind rar - eine Reservierung ist unbedingt zu empfehlen.
6. Kajakfahren im Fjord
Verlassen Sie den Steg und gleiten Sie sanft durch die dunklen, ruhigen Gewässer des Skutulsfjörður. Ein Hauch von Nebel, eine Kolonie Silbermöwen, schneebedeckte Gipfel im Hintergrund - die Szenerie ist geprägt von Stille und beeindruckender Landschaft. Im Kajak erleben Sie die Natur ganz besonders nah. Mit etwas Glück begegnen Sie einem neugierigen Seehund oder hören in der Ferne den Atem eines Wals.
7. Vogelbeobachtung auf der Papageitaucherinsel Vigur
Machen Sie einen Ausflug nach Vigur, die kleine grüne Insel ist im Sommer innerhalb von 30 Minuten mit dem Boot erreichbar. Hier gibt es mehr Vögel als Einwohnerinnen und Einwohner. Hier leben Papageitaucher, Eiderenten, Küstenseeschwalben - vor allem Vogelfans kommen hier auf ihre Kosten. Auf der Insel steht die letzte traditionelle Windmühle Islands und ein charmantes Familienhaus, in dem Kaffee mit selbstgebackenem Kuchen serviert wird.
8. Entspannung im warmen Schwimmbad von Suðureyri
Fahren Sie etwa 20 Minuten weiter ins Dorf Suðureyri, das in einer unberührten Bucht liegt, und besuchen Sie das warme Schwimmbad. Genießen Sie die angenehme Temperatur, den Blick auf die Berge und die ruhige Atmosphäre - ein Muss, um das lokale Ritual des „heitur pottur“, des gemeinsamen warmen Bades, zu erleben. In der Dämmerung schwebt der Dampf über dem Wasser, und die Welt scheint sich ein bisschen langsamer zu drehen.
9. Auf den Spuren der Fischersleute im Dorf Bolungarvík
Nur 15 Minuten mit dem Auto entfernt, entführt Sie Bolungarvík in das von Entbehrungen geprägte ländliche und maritime Leben. Das Osvör-Museum, eine rekonstruierte alte Fischereistation, entführt Sie in den früheren Fischersalltag: Holzboote, vom Salz gefärbte Hütten, Trocknungsleinen im Wind. Auf der Klippe bietet der Leuchtturm Bolafjall einen spektakulären Blick auf den Atlantik, besonders im Sommer, wenn die Sonne bis Mitternacht scheint.
10. Konzerte oder lokales Festival besuchen
Wenn Sie im April in Isafjordur sind, sollten Sie das Musikfestival Aldrei fór ég suður nicht verpassen, einen Hotspot der isländischen Indie-Szene. Das Festival findet in umgebauten Lagerhallen statt, in einer rustikalen, unvergesslichen Atmosphäre. Musik prägt die Region inmitten der stillen Berge.
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