Highlights und Geheimtipps: Was kann man in Upis sehen und unternehmen?
1. Bei Sonnenaufgang zur Upis-Lagune wandern
Die Laguna Upis ist ein Klassiker - und das zu Recht: Am Fuß des Ausangate spiegelt sie den Himmel wie ein dunkler Spiegel. Brechen Sie früh auf, wenn die Luft noch leicht frisch ist und das Gras unter den Schritten quietscht. Der Weg führt durch flaches Pampa-Land, auf dem Alpakas grasen, und steigt dann sanft an. Oben ist es einfach nur ruhig. Die Stille wird nur durchbrochen vom Wind und leisen Plätschern des Wassers. Nehmen Sie sich Zeit, um sich an die Höhe zu gewöhnen und Soroche, die Höhenkrankheit, zu vermeiden.
2. Den Berg Ausangate vom Camp in Upis bewundern
Der Ausangate hat eine mächtige Bedeutung für die Anden, er thront mächtig über der Bergkette, wirkt fast beschützend. Schon ohne große Anstrengung öffnet sich ein beeindruckendes Panorama. Ockerfarbene Hänge, gestreifte Schneefelder, Wolken, die an den Graten zerfasern. Setzen Sie sich einen Moment hin, die Thermosflasche in der Hand, und lassen Sie die Landschaft auf sich wirken. Lokale Agenturen planen hier gern die erste Nacht ein, damit Sie sich ruhig und fernab vom Lärm an die Höhe gewöhnen können.
3. In den heißen Quellen von Upis baden
Die Thermalquellen von Upis sind ein kleines Höhen-Extra: unscheinbar, aber wunderbar wohltuend. Nach der Wanderung gleiten Sie ins warme Wasser, während die kalte Luft über Ihre Schultern streicht. Rundherum färben sich die Hügel in der Sonne rötlich, und ein mineralischer Duft liegt in der Luft. Das ist kein Spa. Es ist besser: ein einfaches Bad mit Blick auf die Berggiganten. Gehen Sie achtsam mit dem Ort um, hinterlassen Sie alles sauber und genießen Sie die Ruhe.
4. Zeit mit einer Familie von Alpakahirten verbringen
Upis ist keine „Stadt”, sondern ein lebendiger Andenweiler, in dem Familien Alpakas und Lamas halten. Eine Begegnung mit einem Hirten gibt Einblick in den Alltag vor Ort: Wolle sortieren, die Tiere im Blick behalten, über Jahreszeiten und Wasser sprechen. Mit einem lokalen Guide wissen Sie, wen Sie besuchen können, wann der richtige Moment ist und wie Sie den Locals respektvoll begegnen. Oft wärmt am Ende ein Muña-Tee die Hände.
5. Zum Arapa-Pass wandern
Der Arapa-Pass ist eine schöne Möglichkeit, noch höher zu kommen, ohne eine große Wanderung zu unternehmen. Hier oben ist die Aussicht noch besser: eine unglaublich weite und karge Landschaft mit gezackten Gipfeln und Tälern, die sich wie trockene Flussläufe durch die Landschaft ziehen. Der Aufstieg verlangt einen gleichmäßigen Schritt, ruhiges Atmen und eine gute Akklimatisierung. Unterwegs huschen vielleicht Viscachas, Chinchilla-ähnliche Tierchen, zwischen den Felsen hindurch. Der Abstieg zurück nach Upis fühlt sich danach sehr befriedigend an. Gewöhnen Sie sich vorher unbedingt gut in Cusco an die Höhe.
6. Eine sanfte Etappe des Ausangate-Treks gehen
Upis ist ein idealer Ausgangspunkt, um den berühmten Ausangate-Trek kennenzulernen, ohne gleich die komplette Runde zu gehen. Schon ein oder zwei Wandertage reichen, um die Kraft dieser Landschaft zu erleben: die Hänge, die Hochtäler, den Himmel, der sich innerhalb weniger Minuten verändert. Lokale Agenturen kennen die ruhigeren Varianten abseits der Gruppen und passen die Route an Ihr Tempo an.
7. Nach Kondoren und Hochlandvögeln Ausschau halten
Nutzen Sie Ihre Ohren und das Fernglas, um Tiere zu beobachten. Manchmal erscheinen riesige Kondore am Himmel, die sich in langsamen Kreisen in den Luftströmungen bewegen. Näher am Boden zeigen sich Karakaras, Andenenten an den Feuchtgebieten und unzählige kleine Bewegungen in den Ichu-Gräsern. Am besten starten Sie früh, wenn alles noch ruhig ist, und halten immer wieder inne. Ein lokaler Guide kann Tipps geben - und weiß vor allem, wann sich das Warten lohnt.
8. Das Abendlicht und den Sternenhimmel fotografieren
Upis ist ein wunderbarer Ort für alle, die von Licht fasziniert sind. Bei Sonnenuntergang färben sich die Hänge kupfern, dann sinken die Temperaturen sehr schnell. Jetzt ist der Moment, die Kamera hervorzuholen - oder einfach nur die Umgebung zu beobachten. Nachts, fernab jeder Lichtverschmutzung, wird der Himmel zu einer klaren Sternenkarte: scharfe Sternbilder, eine milchige Milchstraße. Packen Sie eine warme Schicht ein, nehmen Sie ein heißes Getränk mit und lassen Sie die Stille den Rest tun. Hier fühlt man sich klein. Und genau das tut gut.
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