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Rottnest Island – Zu Besuch bei den Quokkas Westaustraliens

Von Steven Hille, am

Australien, der rote Kontinent, ist ein Land voller Kontraste, freundlicher Menschen und diverser Natur. Vor allem bekannt ist Australien für seine einzigartige Tierwelt. Steven Hille, vom nachhaltigen Reiseblog Funkloch, hat sich auf Rottnest Island, einer Insel vor dem Westaustralischen Festland umgeschaut und lässt Sie an seinen Erfahrungen mit Quokkas, Delfinen und Seebären teilhaben.

Steven bereist die Welt und sucht Wege, dies auf eine Weise zu tun, die unserem Planeten nicht schadet und berichtet davon auf seinem nachhaltigem Reiseblog Funkloch. Erfahren Sie im folgenden, wie Steven ein Selfie mit einem Quokka macht, ohne es zu stören und begleiten Sie ihn auf seiner Fahrradtour mit Ausblick auf Delfine und Seebären

Begegnung mit den Quokkas von Rottnest Island

Ein Rascheln hinter meinem Zelt. Ich höre das Knistern von Laub. Dann ein Schmatzen. Danach beides im Wechsel. Immer und immer wieder. Leise mache ich mich mit meinem Smartphone bewaffnet auf die Suche nach der Geräuschquelle. Als ich die Rückseite des Zeltes erreiche, wird meine Hoffnung bestätigt. Ein Quokka hat es sich im Schatten der Nadelbäume gemütlich gemacht und kaut genüsslich auf ein paar Zweigen herum. Es scheint ein Weibchen zu sein. Denn um sie herum tobt ein Jungtier. Dann macht es es der Mama gleich und frisst alle noch halbwegs grünen Blätter. Auf diesen Moment habe ich den halben Tag gewartet. Denn spätestens seit dem das #QuokkaSelfie im Jahr 2015 viral ging, ist die Insel Rottnest Island für ihre Kurzschwanzkängurus berühmt und berüchtigt.

Der Schutz der Tiere hat für die Rottnest Island Authority einen hohen Stellenwert

Steven Hille

Vom Rattennest zum Nest der putzigsten Tiere auf Erden

Die besondere Challenge ist es ein Selfie mit diesen putzigen Geschöpfen zu machen, ohne sie zu füttern, zu berühren oder auf eine sonstige Art und Weise zu stören. Fast unmöglich. Warum das wichtig ist? Quokkas sind auf der Liste der gefährdeten Tierarten. Der Schutz der Tiere hat für die Rottnest Island Authority einen hohen Stellenwert. Doch das ist teilweise nicht einfach, wenn jeden Tag hunderte Touristen auf der Jagd nach ihrem persönlichen Selfie des Jahres sind. Daher stehen an mehreren Orten der Insel Hinweistafeln mit den gängigen Spielregeln für ein Quokka-Selfie. Dort ist übrigens auch eine Strafe aufgeführt, die im Fall von Streicheleinheiten oder versuchtem Kidnapping fällig wird: 300 Australische Dollar.

Es ist schon verrückt. Wäre man bei der Annahme der Niederländer geblieben, dann würde Rottnest Island heute alles andere als ein beliebter Ausflugsort sein. Denn als die Insel Ende des 17. Jahrhunderts vom niederländischen Seefahrer Willem de Vlamingh bereist wurde, gab er ihr den Namen „Rottnest“, zu deutsch Rattennest. Glücklicherweise stellte sich bald raus, dass die auf der Insel lebende Tierart das wohl putzigste Tier auf unserem Planeten ist – und keine Ratte. Ich gehe auf die Knie, lasse mich langsam nach vorne fallen und lege mich behutsam auf den Bauch. Zum Glück gelten Quokkas als friedlebend. Falls nicht, wäre es für mich jetzt schon zu spät. Dann warte ich den richtigen Moment ab, robbe etwas dichter an die Mama heran und nach drei, vier Versuchen ist mein Selfie im Kasten. Yes, Challenge completed. Danach lasse ich die beiden wieder in Ruhe und packe die wichtigsten Dinge in meinem Zelt zusammen. Denn Rottnest Island hat noch viel mehr zu bieten.

Bild QuokkaBild QuokkaBild QuokkaBild Quokka

Mit dem Fahrrad zu Fischadlern, Seebären und Delfinen

Rottnest Island ist autofrei. Daher miete ich mir ein Fahrrad, um die vielen Buchten der Insel zu erkunden. Während de Vlamingh mit seiner ersten Annahme denkbar falsch lag, hatte er mit seiner Zweiten absolut recht: Rottnest Island ist paradiesisch. Der Pinky Beach am Bathurst Leuchtturm ist, ohne zu viele Worte zu verlieren, einfach perfekt und auch noch zu Fuß erreichbar. Er besitzt weißen Sandstrand, klares ruhiges Wasser und liegt windgeschützt durch einige Dünen am östlichen Ankunftsbereich der Insel. Dieser Strand kann was.

Für die Strände im Süden brauche ich jedoch das Fahrrad. Am Parker Point oder der Little Salmon Bay kann ich im flachen Wasser schnorcheln. Dort sieht man Rochen genauso wie Hummer. Wenige Minuten von der Little Salmon Bay entfernt, befindet sich eines von etwa 14 Fischadler-Nestern. Doch mein Weg führt mich über die Südroute zu den Cathedral Rocks am westlichsten Punkte der Insel.

Rottnest IslandRottnest IslandRottnest IslandRottnest Island
Rottnest Island FahrradRottnest Island FahrradRottnest Island FahrradRottnest Island Fahrrad

Dort lasse ich mein Fahrrad direkt an der Bushalttestelle stehen und mache mich zu Fuß auf den Weg zur Aussichtsplattform. Dicht drängen sich einige Urlauberinnen und Urlauber auf der Plattform. Dennoch ist es extrem ruhig. Jeder genießt für sich den Moment. Als ich von der Plattform endlich ins Meer schaue, verstehe ich, was hier geradezu therapeutisch für die Zufriedenheit der Menschen sorgt. Gut ein Dutzend Neuseeländische Seebären treiben rücklings im Wasser und heben gelegentlich die Flossen wie beim Rückenschwimmen nach oben. Was dort unten im Wasser geschieht, ist Entspannung und Badespaß zugleich. Es ist eine wahre Freude die Tiere so ungestört von der Plattform zu beobachten.

Neuseeländische Seebären vor Rottnest IslandNeuseeländische Seebären vor Rottnest IslandNeuseeländische Seebären vor Rottnest IslandNeuseeländische Seebären vor Rottnest Island

Als wäre das nicht genug, nähert sich aus der Ferne eine Gruppe Delfine. Sie treiben mit den Wellen und schwimmen entspannt parallel zur Küste entlang. Ich kann meinen Augen kaum trauen und staune an diesem tierischen Ort. Bis heute kann ich nicht genau sagen, ob ich Sekunden, Minuten oder gar Stunden verweilte. Die Tierwelt Rottnest Islands, hat mich verzaubert, wie kaum ein Reiseerlebnis zuvor.

Delfine vor Rottnest IslandDelfine vor Rottnest IslandDelfine vor Rottnest IslandDelfine vor Rottnest Island