Im Porträt: Nina, unsere Local Hero in Indonesien
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Wenn man ihrem Pass Glauben schenken darf, ist Nina eigentlich französische Staatsbürgerin. Aber da sie zwischen Java, Sumatra und Bali aufgewachsen ist, ist Indonesien ganz natürlich zu ihrem Herzensland geworden. Für die Reiseexpertin mit dem ansteckenden Lächeln ist es ganz selbstverständlich, maßgeschneiderte Reisen anzubieten, um die 1001 Facetten dieses Landes, das sie so sehr liebt, zu entdecken. Maßgeschneiderte Reisen, die jedoch stets auf zwei wesentlichen Prinzipien beruhen:
Auf der Suche nach der Authentik
Sich Zeit nehmen
Auf der Suche nach der Authentik
Im Jahr 2015 stieß Nina der lokalen Reiseagentur zu, um sich für die Förderung eines nachhaltigeren Tourismus einzusetzen. Ihre Bemühungen wurden mit einer Travelife-Zertifizierung im Jahr 2021 und dem Erhalt des Status Local Hero von Evaneos belohnt. Zertifikate, welche die einzigartige Positionierung der Agentur in diesem Reiseziel untermauern.




Indonesien ist nicht gerade top, wenn es um nachhaltigen Tourismus geht. Also müssen wir immer wieder diskutieren und unseren lokalen Partnern erklären. Nach und nach werden wir auch verstanden. Auch auf der Seite der Reisenden ändert sich etwas! Vorbei sind die Zeiten, in denen man makellose Hotels verlangte, die garantiert frei von kleinen Tieren waren. Jetzt sind die Reisenden eher auf der Suche nach dem Authentischen.
Und Authentizität ist genau das, was Nina und ihre Agentur bieten, fernab von Menschenmassen und ausgetretenen Pfaden, dafür ganz nah an der lokalen Bevölkerung während der gesamten Reise.
Das ist ein großer Unterschied. Es entstehen echte Verbindungen: 95 % unserer Reisenden fahren mit dem Kontakt ihres Fahrers und Guides nach Hause, oft weil sie sie bei ihrer Familie besucht haben. Dadurch wird eine einfache „Aktivität" zu einer echten „Erfahrung". Außerdem ermöglicht es den Zugang zu Orten, die sonst niemand kennt, sei es auf Bali oder anderswo.
Sich Zeit nehmen
Im Katalog von Ninas Agentur braucht man gar nicht erst nach Elefantenreiten, Delphintauchen, „traditionellen" Zeremonien oder Touren zu den Instagram-Tempeln suchen. Stattdessen wird man dort Vorschläge finden, die dazu einladen, einfach mal einzutauchen, sich Zeit zu nehmen, den Zauber jeder Etappe in sich aufzunehmen und dabei die motorisierten Transfers so weit wie möglich zu vermeiden. Denn mit einer Agentur, die Wert auf kleine, lokale Unterkünfte mit nicht mehr als 15 Zimmern legt, beginnt die Reise oft schon an der Zimmertür!












Zum Beispiel in Munduk, wo man mit dem Guide vom Hotel aus zu Fuß losgeht, um 4 oder 5 Stunden inmitten von Kaffee- oder Nelkenplantagen mit den Bauern zu verbringen, bevor man abgelegene Wasserfälle entdeckt und den See mit seinen schwimmenden Tempeln bewundert. Oder bei der Fahrradtour durch das Herz der balinesischen Dörfer, um Imker zu treffen, die schwarzen Honig herstellen, oder Goldschmiede und Weber, die in ihren Werkstätten neben dem Haus arbeiten. Echte Momente des Teilens, frei von jeglichem kommerziellen Druck. „Auch wenn wir unsere Reisenden natürlich nicht daran hindern werden, mit einem Glas dunklen Honig nach Hause zu gehen", stellt Nina klar. Dieser Ansatz entspricht übrigens immer mehr den Wünschen neuer Reisender in Indonesien.




Ich beobachte, dass wir heute um längere Reisen gebeten werden als früher und die Menschen offener dafür sind, die „Must-Sees" auszulassen. Sie sind sich bewusst, dass sie in einem Archipel mit 17.000 Inseln nicht alles machen können... Was sie also vor allem wollen, ist, jeden Tag aufs Neue überrascht zu werden, selbst wenn sie an jedem Ort ein bisschen länger bleiben.
Eine Kurzvorstellung von Nina








Rendang
Eine Art Rindfleischeintopf mit tausend Gewürzen, der aus Sumatra stammt. Für Nina ist es das Festtagsgericht, das ihre Adoptivfamilie zu besonderen Anlässen zubereitet. Aber Vorsicht: Das ist wahrlich kein Fast Food, sondern braucht ungefähr zwei Tage zum Kochen!
Dadar Gulung
Ninas Lieblingsnachtisch, der aus einem grünen Pfannkuchen besteht, den man mit Kokosnuss und Palmzucker isst. Einfach, aber sehr, sehr wirkungsvoll!
Dangdut
Ein beliebter Musikstil, der die Dörfer auf Java und Sumatra belebt, mit Sängerinnen, die ein bisschen olé-olé sind, und den Nina ihren Freunden aus Frankreich gerne zeigt.
Roller
Ninas Lieblingsfahrzeug. Um sich zu entspannen, liebt sie es, Abenteuer in allen Ecken Balis zu erleben und zufällig neue Spaziergänge durch den Wald oder kleine Dörfer inmitten der Reisfelder zu entdecken.
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