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Tschechische Republik

Die Tschechische Republik über ihre Geschichte entdecken

Die tschechische Geschichte steht zudem stellvertretend für die Geschichte Osteuropas. Ausländische Besetzung, religiöse Konflikte und Änderungen in der Grenzziehung: Die großen geschichtlichen Veränderungen helfen uns dabei, das Stadtbild der großen Städte wie auch die Kultur der Einwohner zu verstehen.

Von der Vorgeschichte bis zum goldenen Zeitalter Böhmens

Zu Beginn unserer Zeit sind Böhmen und Mähren von Urkelten, den Boiern - von denen auch der Name Böhmen stammt -, besiedelt. Im 5. Jahrhundert kommen slawische Völker in die Region, im 8. Jahrhundert byzantinische Missionare, darunter Kyrill und Method, die Erfinder des kyrillischen Alphabets, die die Christianisierung und die Alphabetisierung in die Region bringen. Während mehrerer Jahrhunderte bleibt die katholische Kirche die einzige treibende Kraft der Entwicklung der Schriftsprache.

Ab 907 kommt es durch die Invasion der Ungarn zur Spaltung zwischen Slowaken und Tschechen. Letztere bleiben unabhängig. In den darauffolgenden Jahren übernimmt Wenzel I. von Böhmen die Macht, die er an seinen Bruder und Mörder Boleslav I. verliert. Später wird er selig gesprochen und zum Patron von Böhmen.

Gegen Ende dieses Jahrhunderts steigt die Stadt Prag zum Machtzentrum auf. Im 14. Jahrhundert wird Karl IV. König von Böhmen und römisch-deutscher Kaiser des Heiligen römischen Reichs, zu dem die Region gehört. Prag wird Hauptstadt des Reichs, gewinnt an Einfluss und wird verschönert. Die Universität wird gebaut, als erste in Mitteleuropa, ebenso die Karsbrücke, die Prager Neustadt (Nove Mesto), die Burg und der Veitsdom.

Veitsdom in Prag

Von der "Zeit der Dunkelheit" bis zum Anschluss

Nach dieser prunkvollen Zeit wird die Region von religiösen Konflikten erschüttert. Der Prager Theologe Jan Hus plädiert in Konstanz für eine Reform der Kirche und wird als Ketzer bei lebendigem Leib verbrannt. Dies hat einen Volksaufstand der Hussiten, die in einem blutigen Krieg den Katholiken gegenüber stehen, zur Folge. Die Unterdrückung durch Österreich mündet in den Dreißigjährigen Krieg, der "Zeit der Dunkelheit" für die Tschechen. Die Protestanten werden zwangskonvertiert. In Prag und im Rest des Landes werden vermehrt Kirchen und Kloster gebaut. Die österreichische Vorherrschaft geht bis ins 19. Jahrhundert, trotz der europäischen Aufstände von 1848, die einen Hauch von Hoffnung auf Unabhängigkeit und Bestätigung der nationalen Identitäten aufkommen lassen.

Die Tschechoslowaken müssen aber das Jahr 1918 und die deutsche Niederlage abwarten, bis sie ihre Unabhängigkeit erlangen. Allerdings stellen sie nur 50 % der Bevölkerung des Landes, die sich ansonsten aus Deutschen, Ungarn und Polen zusammensetzt. Dies erleichtert 1938 die Besetzung durch Hitler, der die Rückgabe des hauptsächlich von Deutschen besiedelten Sudetenlandes an Deutschland erreicht. 1939 wird der tschechische Teil des Landes besetzt. Die Slowakische Republik verkündet ihre Unabhängigkeit.

Vom Kommunismus bis Europa

1945 werden die alten Grenzen des Landes wieder hergestellt. Die deutschen und ungarischen Minderheiten werden vertrieben und ihr Besitz konfisziert. 1948 übernehmen die Kommunisten die Macht und mit Klement Gottwalt bildet sich ein Persönlichkeitskult der Führungsperson gegenüber heraus. Die Zeit des Prager Frühlings 1968 beweist ein weiteres Mal den Einfluss Prags in Europa und weckt die Hoffnung in den anderen Sowjetrepubliken auf einen humaneren Sozialismus - eine Bewegung, die mit der Einmarschierung der Truppen des Warschauer Pakts bestraft wird.

Ein Jahr später wird die Tschechoslowakei ein in zwei Regionen aufgeteilter Bundesstaat. Der Sturz des kommunistischen Blocks drückt sich in Prag in der Samtenen Revolution von 1989 aus, der die Samtene Scheidung zwischen Tschechen und Slowaken folgt. 10 Jahre später stimmen die Tschechen per Referendum dem EU-Beitritt zu, der 2004 in Kraft tritt. Die Tschechische Republik behält jedoch weiterhin ihre eigene Währung, die Tschechische Krone.

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Aktualisiert am 25 Januar 2016
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