Was kann man im Jostedalsbreen Nationalpark sehen und unternehmen?
1. Auf einem Gletscher mit einem ortskundigen Guide wandern
Jostedalsbreen zu erleben heißt, mit Steigeisen an den Schuhen und Eispickel in der Hand lebendes Eis zu betreten - gemeinsam mit einem zertifizierten Guide. Auf den Gletscherzungen wie dem Nigardsbreen dringt das Licht in kobaltblaue Spalten, die Luft kühlt die Wangen, und jeder Schritt knirscht wie zermahlener Zucker. Die Guides wählen die Route je nach Saison und Schwierigkeitsgrad aus und erzählen Ihnen nebenbei von der Geschichte des Gletschers, seinen Bewegungen und Gefahren.
Planen Sie dafür einen halben bis ganzen Tag ein. Buchen Sie im Sommer frühzeitig und entscheiden Sie sich für eine Tour mit einer kleinen Gruppe. Für Familien bieten einige Anbieter kürzere, aber ebenso eindrucksvolle Touren an.
2. Paddeln auf dem Gletschersee des Nigardsbreen
Entdecken Sie den Nigardsbreen vom Wasser: Gleiten Sie mit dem Kajak über einen milchig trüben See, der vom Schmelzwasser gespeist wird, direkt vor einer gestreiften Eiswand. Hier herrscht eine unglaubliche Stille, die nur unterbrochen wird vom Geräusch des Paddels und manchmal vom knappen Knacken eines weit entfernten Eisabbruchs. Sie kommen ganz nah an den Gletscher und erleben die kraftvolle Landschaft mit eigenen Augen.
Die lokalen Agenturen stellen Ausrüstung und Sicherheitseinweisung. Am Morgen herrscht meist Windstille, darum eignet sich der Morgen ganz besonders gut für eine Kajak-Tour. Vergessen Sie nicht, warme Kleidung zum Drüberziehen einzupacken.
3. Zum Aussichtspunkt des Briksdalsbreen wandern
Der Weg zum Briksdalsbreen führt durch ein grünes Tal, in dem Wasser in Kaskaden tobt und sich der Gletscher stets vor Ihren Augen befindet. Der einfache Weg wird vom Rauschen des Flusses, dem Duft feuchter Moose und frischen Sprühnebels begleitet. Am Ziel sehen Sie die zurückgegangene Gletscherzunge. Ein Ort voller Kontraste dunkler Fels, blasses Eis, türkisfarbenes Wasser.
Wer früh morgens oder gegen Abend kommt, entgeht dem Andrang. Denken Sie an einen wetterfesten Regenumhang, das Wetter hier ändert sich schnell.
4. Das Norwegische Gletschermuseum in Fjærland besuchen
Um Jostedalsbreen wirklich zu verstehen, geht kein Weg am Gletschermuseum in Fjærland vorbei, dieses liegt nur wenige Schritte vom Nationalpark entfernt. Durch Filme und interaktive Installationen lernen Sie mehr über die Entstehung des Eises, Klimazyklen und das Leben rund um die Gletscher. Wenn Sie das Museum verlassen, haben Sie ein noch besseres Verständnis für die Region und einen feineren Blick für die Details der Landschaft.
Ideal bei Regen oder als Vorbereitung auf eine Gletschertour. Die Expertinnen und Experten vor Ort geben wertvolle Tipps, um die Natur bewusster zu beobachten.
5. Die geheimnisvollen Täler Lodalen und Oldedalen entdecken
Wer abseits der bekannten Orte unterwegs sein möchte, fährt in die scharf geformten Täler Lodalen und Oldedalen, vorbei an Höfen, Wäldern und steilen Felswänden. Dort leuchten die Seen tiefgrün, manchmal umhüllt von Nebel, und Wasserfälle fallen in silbernen Fäden. Unternehmen Sie einen kurzen Spaziergang, ein Picknick vor den Gipfeln oder baden Sie in dem klaren Wasser.
Planen Sie Pausen auf Ihrer Fahrt ein: Die lokalen Agenturen kennen versteckte Aussichtspunkte und kleine Panoramastraßen abseits der bekannten Routen.
6. Wanderung zu den Gletschern bei Fjærland
Wer Ruhe sucht, folgt den Pfaden bei Fjærland zu ruhigeren Gletschern wie Bøyabreen oder Supphellebreen. Der Weg führt durch Birkenwälder und Almwiesen, mit dem Duft von warmer Erde nach Regen, und endet bei beeindruckenden Gletscherfronten zwischen dunklen Felswänden. Hier ist weniger los, lauschen Sie dem Wind, dem unter dem Eis fließenden Wasser und dem Ruf der Vögel.
Informieren Sie sich über den Zustand der Wege und die Entfernungen - hier gibt es einige anspruchsvolle Passagen. Mit einem ortskundigen Guide wird die Tour noch sicherer und ganz bestimmt zu einem Erlebnis.
Eintauchen in die wilde Natur des Nationalparks Jostedalsbreen
Typische Tiere im Nationalpark Jostedalsbreen
Mit viel Glück begegnen Sie im Nationalpark Jostedalsbreen, zwischen Gletscherzungen und stillen Tälern, diesen Tieren:
- Wilde Rentiere, deutliche Silhouetten auf den Hochflächen, besonders früh am Morgen
- Steinadler, die über den Kämmen im klaren, kalten Luftstrom kreisen
- Rotfüchse, scheu zwischen Zwergbirken und Moränenfelsen
- Alpenschneehühner, perfekt getarnt, die lautlos dahingleiten
- Otter, nahe der Flüsse, wo das Gletscherwasser türkis glitzert
Flora und Vegetation, die den Nationalpark Jostedalsbreen prägen
Achten Sie im Nationalpark auf die vielfältige Pflanzenwelt, die sich Schritt für Schritt ändert - von feuchten Tälern bis zu den Moränen am Gletscher:
- Birken und Sorbus in lichtdurchfluteten Unterwäldern, wo es nach Moos und feuchter Erde duftet
- Teppiche aus Heidekraut, Heidelbeeren und Preiselbeeren, die sich im Spätsommer zum Naschen eignen
- Zwergweiden und Wollgräser am Rand moosiger Torfwiesen
- Bergpflanzen wie Steinbrech und Hahnenfuß, die an Felsen wachsen
- Flechten und Moose, die als Pioniere frisch freier Gesteinsflächen die ersten Bewohner sind
Planen Sie einen Stopp im Nationalpark Jostedalsbreen bei einer maßgeschneiderten Norwegenreise ein
Mit Evaneos stehen Sie im direkten Austausch mit einer deutschsprachigen lokalen Agentur in Norwegen. Sie kennt die Straßen, Jahreszeiten und besten Zeiten - und vor allem die kleinen Orte, die eine Reise einzigartig machen, vom Café am Fjord bis zur perfekten Wanderung bei wechselhaftem Wetter.
Gemeinsam planen Sie eine individuelle Route, mit einem Stopp im Nationalpark Jostedalsbreen, wo das blassblaue Eis unter den Schritten knackt, und weiteren Zielen nach Ihren Wünschen. Vor Ort eine Ansprechperson zu haben, ist einfach, beruhigend und bietet maximale Flexibilität.














































