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Mongolei

Das Naadam-Fest in der Mongolei

Pferderennen, Bogenschießen und Ringkampf sind die drei symbolträchtigen Spiele des Festes. Dieses Fest darf man bei einer Mongoleireise im Juli auf gar keinen Fall verpassen. Beim Fest sind Spaß und Wettkampfgeist garantiert!

Die Geschichte des Naadam-Festes

Naadam bedeutet "Fest" in der mongolischen Sprache. Sein Ursprung liegt weit zurück. Dieses traditionelle Fest hatte immer einen besonderen Stellenwert im Land und hat im Lauf der Zeit unterschiedlichen Zwecken gedient. Weit vor der Unabhängigkeit, war das Naadam-Fest ein Fest zu Ehren der Götter. Ihnen wurden Opfer dargebracht. 

Das Fest wurde unter Dschingis Khan populär (12.-13. Jahrhundert). Aus den zeremoniellen Riten wurden Sportwettkämpfe für Männer: Pferderennen, Bogenschießen und Ringkampf. Bei den Wettkämpfen wurden der beste Reiter, der tapferste Kämpfer unter den Soldaten und der beste Bogenschütze ermittelt.

Später, im 17. Jahrhundert als die Mongolei unter der Mandschu-Herrschaft stand, hatten die Spiele wieder einen religiösen Aspekt. Zu den Festivitäten gehörten viele buddhistische Riten.

Nach der Revolution von 1921 erklärte die Mongolei ihre Unabhängigkeit und das Naadam-Fest bekam seine heutige Bedeutung: Es ist das Fest der Unabhängigkeit. Seit dem Zusammenbruch der UdSSR 1991 und dem Ende der Sowjetherrschaft ist das Naadam-Fest auch ein Fest zu Ehren des größten mongolischen Kriegers: der Nationalheld Dschingis-Khan.

Heute wird das Fest in jeder Stadt gefeiert. Die Nomaden kommen von weit her um mitzufeiern oder an den Spielen teilzunehmen. Das größte Fest findet in Ulan Bator statt. Viele Menschen kommen in die Stadt und es gibt zahlreiche Festveranstaltungen.

Die männlichen Spiele

Die Pferderennen stehen im Zentrum des Festes. Reiten ist seit vielen Jahrhunderten in der DNS der Mongolen verankert. Schon die wilden Krieger des Dschingis Khan verbreiteten bei ihren Feldzügen zu Pferde Angst und Schrecken. Ein Mongole ohne Pferd ist unvorstellbar. So sehr wird dieses Tier respektiert und geschätzt. Es hat daher einen sehr wichtigen Platz beim Naadam-Fest.

Zwei Tage lang finden Wettkämpfe in verschiedenen Kategorien statt: Jungpferde, Pferde mittleren Alters und ältere Pferde. Zu jedem Pferd gehört ein Reiter gleichen Alters. Hier beginnt man mit 5 Jahren mit dem Reiten. Die Distanz ist ebenfalls abhängig vom Alter des Pferds und geht von 12 bis 35 km.

Wenn man beobachtet, wie sie im zügellosen Galopp dahinfliegen versteht man, dass die Mongolen das Reiten im Blut haben. Die Reiter in den traditionellen Gewändern auf ihren Pferden - der Anblick ist beeindruckend. Das schnellste Pferd wird mit einer blauen Schärpe (Hadag ) geehrt und der Züchter, der Reiter und das Pferd werden lautstark bejubelt.

Auch der mongolische Ringkampf ist sehr populär. Ähnlich wie beim Catchen ist der Kampf sehr spektakulär und es gibt viele Kodes. In diesen Kampfsportarten sind Rituale sehr wichtig. Ein echtes Spektakel, das hier stattfindet.

Die Kämpfer tragen alle die typische Ringerkleidung: Shuudag (großer Slip), Zodag (Bolero) und die traditionellen mongolischen Stiefel. Vor dem Kampf tanzen die beiden Gegner den Adlertanz. Er ist eine Machtdemonstration. Die beiden Kämpfer geben dann ihre Kopfbedeckung dem Schiedsrichter und der Kampf beginnt. Der erste, der mit einem Körperteil den Boden berührt (Füße natürlich ausgenommen), hat verloren. Er muss dann das Band seiner Jacke abnehmen und unter dem Arm des Siegers durchlaufen. Wenn er die Arena verlässt, muss er sich auf die Oberschenkel klopfen.

Der Gewinner setzt seinen Hut auf und tanzt um die mongolische Fahne.

Ringkampf - Naadam im Karakorum

Das Bogenschießen wird vor allem in der Hauptstadt zelebriert. In den Provinzstädten verliert es zusehends an Bedeutung. Es ist aber der einzige Wettkampf, an dem auch Frauen teilnehmen können.

Ein unvergessliches Fest

Bei einer Mongoleireise, ist das Naadam-Fest ein magischer Moment. Die Spiele stehen im Mittelpunkt des Festes, auch jene, die nicht zu den sogenannten männlichen Spielen gehören wie das Schnipsen. Es wird viel gegessen. An den Ständen gibt es traditionelle Gerichte wie Buuz oder Chuuschuur. Wunderschöne Momente voller Tradition.

Das Naadam-Fest in Ulan Bator ist das größte und beeindruckendste, aber die kleineren Feste in den Provinzstädten sind viel herzlicher.

Marie Cavalié
25 Beiträge
Aktualisiert am 12 November 2015

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