Was kann man im Colca Canyon und Colca Tal sehen und unternehmen?
1. Kondore am Cruz del Cóndor beobachten
Wenn der Andenkondor dicht über dem Abgrund vorbeizieht, zeigt sich der Colca Canyon von seiner eindrucksvollsten Seite. Am Cruz del Cóndor ist die Luft am frühen Morgen noch kalt. Das Licht strahlt über die ockerfarben gestreiften Felswände. Hier warten Sie gebannt auf eine Bewegung - und dann taucht der gewaltige Schatten eines Kondors auf, getragen von warmen Aufwinden.
Wenn Sie die Menschenmassen meiden möchten, starten Sie noch vor Sonnenaufgang in Cabanaconde oder wählen Sie einen ruhigeren Aussichtspunkt wie Achachihua. Lokale Agenturen zeigen Ihnen, wie Sie einen der größten flugfähigen Vögel der Welt unter den besten Bedingungen erleben.
2. Hinein in den Colca Canyon wandern
Während die meisten nach Sangalle hinabsteigen, nehmen Ruhesuchende den Weg nach Llahuar. Von Cabanaconde sind es etwa fünf Stunden. Unten warten zwei kleine Unterkünfte am Fluss, heiße Quellen mit über 40 °Grad - und nur wenige andere Reisende.
Für erfahrene Wandernde ist Llahuar auch der ideale Ausgangspunkt für die klassische Rundtour: Am nächsten Tag geht es weiter nach Sangalle, anschließend wieder hinauf nach Cabanaconde. Das sind drei Tage, zwei Nächte, um den Canyon zu erleben.
3. Die lokale Bevölkerung kennenlernen
Wer in Yanque, Maca oder Coporaque anhält, versteht schnell: Der Canyon ist vor allem ein bewohnter Raum. Seit Jahrhunderten wird hier gelebt, angebaut und Wissen weitergegeben. Auf den gepflasterten Plätzen begegnet man Frauen mit bestickten Kopfbedeckungen. Wenn Sie genau hinsehen, erkennen Sie: Sie unterscheiden sich von Dorf zu Dorf.
Die Collaguas rund um Chivay und Maca tragen eine runde Haube, deren Form an einen Vulkan erinnert. Die Cabanas weiter unten bei Cabanaconde tragen einen weißen Panamahut mit pastellfarbenen Perlen. Zwei Völker, zwei Sprachen, zwei heilige Berge - und barocke Kirchen mit kunstvoll gemeißelten Fassaden, die von der spanischen Kolonialzeit erzählen.
4. In den heißen Quellen von La Calera baden
Nach einer Wanderung sind die Thermalbecken von La Calera genau das Richtige. In Chivay steigt Dampf über dem Wasser auf, die Haut prickelt leicht, der Körper entspannt sich mit einem Mal. Ringsum färben sich die Berge am späten Nachmittag rosa. Lauschen Sie dem plätschernden Wasser, das gleichmäßig dahinfließt.
Kommen Sie am besten gegen Abend wegen des Lichts oder sehr früh, wenn es noch ruhig ist. Packen Sie Sandalen und ein Handtuch ein. Entscheiden Sie sich für die weniger heißen Becken, wenn Sie länger bleiben möchten.
5. Die präinkaischen Terrassen und die Landschaft am Mirador de Antahuilque bewundern
Vom Aussichtspunkt Antahuilque aus wirken die landwirtschaftlichen Terrassen wie ein Amphitheater. Hier zeigt sich das Können der alten Collaguas und Cabanas. Perfekte Linien folgen den Hängen und leuchten je nach Jahreszeit grün oder golden. Es riecht nach feuchter Erde, in der Ferne hören Sie Menschen arbeiten - und Sie begreifen schnell: Auch die Felder in schwindelerregender Höhe werden bewirtschaft.
Besuchen Sie den Aussichtspunkt am späten Vormittag, wenn das Licht das Relief sichtbar macht. Mit einem lokalen Guide entdecken Sie Bewässerungskanäle und Andenpflanzen. Erfahren Sie auch, wie Familien diese lebendige Kulturlandschaft bis heute pflegen.
Unsere Tipps für den Colca Canyon
Kann man vom Colca Canyon aus hinaufsteigen und wie anspruchsvoll ist die Route?
Ja, im Colca Canyon kann man wandern, zum Beispiel auf den Wegen, die vom Grund des Canyons hinauf nach Cabanaconde führen. Eine gute Kondition ist wichtig: Der Anstieg ist steil, oft mit 900 bis 1.200 Höhenmetern, und die Höhe macht jeden Schritt anstrengender.
Am besten starten Sie bei Sonnenaufgang, wenn die Luft noch kühl ist und Maultiere Staub auf den Wegen aufwirbeln. Planen Sie ausreichend Zeit ein, der Aufstieg vom Grund des Canyons dauert je nach Route und Kondition zwischen 3 bis 5 Stunden. Gute Schuhe, ausreichend Wasser, Sonnenschutz und ein langsames, gleichmäßiges Tempo sind unerlässlich. Lokale Agenturen wählen die passende Route, vermeiden die heißesten Stunden und passen die Etappen ganz nach Ihren Wünschen an.
Kann man im Colca Canyon wandern?
Ja, Wandern gehört zu den schönsten Arten, den Colca Canyon zu erleben. Schon auf den ersten Serpentinen kitzelt die trockene Luft der Hochanden in der Nase. Landwirtschaftliche Terrassen ziehen grüne Linien durch die Landschaft. Die Stille wird nur vom Wind unterbrochen - und manchmal vom Flug eines Kondors.
Die bekanntesten Routen starten in Cabanaconde. Sie führen hinab nach Sangalle, zur Oase mit Palmen, und anschließend bei Sonnenaufgang wieder steil nach oben. Planen Sie je nach Tempo 1 bis 3 Tage ein. Die Schwierigkeit liegt vor allem im Höhenunterschied und in der Hitze am Grund des Canyons. Die beste Reisezeit ist von April bis November, während der Trockenzeit. Starten Sie früh. Wasser, Hut und gute Wanderschuhe sind Pflicht.
Von wo aus hat man den besten Blick auf den Colca Canyon?
Für den Blick auf den Colca Canyon führt kaum ein Weg an der Cruz del Cóndor vorbei. Am berühmtesten Aussichtspunkt trägt die kalte Morgenluft das Rauschen der Kondorflügel über die Felsen. Kommen Sie früh, zwischen 7 und 9 Uhr, bevor die Busse eintreffen und Nebel die Sicht trüben kann. Für ein ruhigeres Erlebnis eignen sich die weniger besuchten Aussichtspunkte San Miguel oder Antahuilque.
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