Highlights und Geheimtipps: Was kann man in Hakone sehen und unternehmen?
1. Den Fuji vom Ashi-See (Ashinoko) aus bewundern
Ein Moment, der Gänsehaut verspricht: Ein faszinierender Blick auf den Fuji, wenn er sich bei klarer Luft über dem Ashi-See zeigt. Brechen Sie früh auf, wenn der Nebel langsam zwischen den Hügeln aufreißt. Spazieren Sie von Motohakone oder Hakone-machi am Wasser entlang, atmen Sie die feuchte Luft der Zedern ein und lauschen Sie dem leisen Plätschern.
Selbst wenn der Fuji nicht sichtbar ist, bleibt dieser Moment lange in Erinnerung.
2. Mit dem Boot über den See
Eine Bootsfahrt über den Ashi-See verbindet zwei Seiten von Hakone. An Bord der Schiffe im Stil von Piratenbooten, mit Holzdecks und beinahe theatralischem Auftritt, ziehen Ufer und Wälder langsam vorbei. Halten Sie Ausschau nach Lichtungen in den Wolken, wenn der Fuji sich zeigt.
Um den Trubel zu vermeiden, entscheiden Sie sich für eine Fahrt außerhalb der Stoßzeiten. Die Strecke verbindet Motohakone mit Togendai und lässt sich gut mit der Seilbahn kombinieren. Wenn der Wind etwas frisch wird, gönnen Sie sich ein warmes Getränk an Deck.
3. Mit der Seilbahn über Owakudani, das rauchende Tal, schweben
Owakudani zeigt Hakone in seiner ursprünglichsten Form: ein Berg, der atmet. In der Seilbahn schweben Sie über Fumarolen, die aus dem Boden aufsteigen, über ockerfarbene und graue Felsen und durch diesen Schwefelgeruch, der den Vulkan unter Ihren Füßen erahnen lässt. Oben folgen Sie den freigegebenen Wegen und dem weißen Dampf. Informieren Sie sich vorab über die aktuelle Lage: Je nach vulkanischer Aktivität ist das Gebiet regelmäßig teilweise gesperrt.
Bei klarem Wetter können Sie den Blick weit schweifen lassen. Hier versteht man, warum Hakone ein Ort heißer Quellen ist.
4. Die berühmten schwarzen Eier von Owakudani probieren
Ein Kuro-tamago, das schwarze Ei von Owakudani, zu essen, gehört fast zum Ritual. Eine lokale Legende erzählt, dass ein Kuro-tamago das Leben um sieben Jahre verlängern soll. Es wird in schwefelhaltigen Quellen gekocht, wodurch sich die Schale glänzend schwarz färbt, fast wie lackiert. Innen ist nichts Ungewöhnliches: einfach ein hart gekochtes Ei, etwas aromatischer wird es mit einer Prise Salz. Ein außergewöhnliches Erlebnis, von dem Sie zuhause gerne berichten.
5. Auf der alten Tōkaidō-Straße die historische Zedernallee besuchen
Besonders eindrucksvoll ist der Spaziergang auf den Spuren vergangener Reisender entlang des Tōkaidō. Zwischen Moto-Hakone und Hakone-machi schlängelt sich ein gepflasterter Abschnitt, oft rutschig und uneben, unter hohen Zedern hindurch. Unregelmäßige Steine, Wurzeln und kühler Schatten, der nach Moos riecht, begleiten den Weg. Stellen Sie sich die Reisenden von früher vor, ihre Sandalen auf dem Stein, die kurzen Pausen am Rand.
Bewegen Sie sich langsam fort und lauschen Sie dem dumpfen Klang Ihrer Schritte. Hier wirkt Hakone wie ein stilles, fast unberührtes Stück Japan aus der Edo-Zeit.
6. Das Torii des Hakone-Schreins am Wasser fotografieren
Das Torii „im See” des Hakone-Schreins sticht besonders früh am Morgen hervor, wenn nur wenige Menschen unterwegs sind. Das Zinnoberrot hebt sich vom tiefen Grün der Hügel ab, und das dunkle Wasser des Sees verleiht der Szene eine ganz besondere Ruhe. Bevor Sie ein Foto machen, gehen Sie in den Schrein, atmen Sie den Duft von Räucherwerk ein, hören Sie das Holz unter den Schritten knarren.
Tipp: Kommen Sie direkt zur Öffnung oder am späten Nachmittag. Trotz seiner Bekanntheit versprüht der Ort eine friedliche Atmosphäre, wenn Sie ihn zu Randzeiten besuchen.
7. Kunst im Freilichtmuseum Hakone entdecken
Im Hakone Open-Air Museum finden Sie Skulpturen und Bergblicke. Draußen schmiegen sich die Kunstwerke in die Umgebung aus Kieferbäumen, tief hängenden Wolken und Hügeln, die je nach Jahreszeit ihre Farben wechseln. Schlendern Sie über das Gras, spazieren Sie von einer monumentalen Skulptur zu einer stillen Installation und lassen Sie die Umgebung auf sich wirken.
Drinnen lohnt sich der Picasso-Pavillon mit seiner schönen Dauerausstellung. Nehmen Sie sich Zeit: Dieses Museum erlebt man beim Gehen.
8. In einem ruhigen Onsen abseits der großen Hotels baden
Die wohltuendste Erfahrung in Hakone bleibt ein Bad in einer heißen Quelle, besonders in einem kleinen Ryokan, wo man das Wasser fließen und den Wind in den Bambuszweigen hören kann. Gebadet wird hier nach japanischer Tradition nackt, in einer schlichten und beruhigenden Atmosphäre. Wählen Sie am besten eine Unterkunft mit Rotenburo, einem Außenbad, damit Sie die frische Luft im Gesicht spüren, während Sie langsam entspannen.
Prüfen Sie vorab die Zugangsbedingungen und Regeln, besonders bei Tattoos. Ein Tipp von Kennern: In ruhigeren Vierteln wie Sengokuhara oder Tonosawa ist die Atmosphäre oft entspannter.
9. Sengokuhara mit silbrigem Susuki-Gras und stillen Wegen erkunden
Sengokuhara repräsentiert ein ländlicheres Hakone. Im Herbst wiegt sich hier das Susuki-Gras, auch Japanisches Silbergras genannt, wie ein silbernes Meer, und künstlich angelegte Wege führen mitten durch das Feld. Doch auch außerhalb der Saison eignet sich die Gegend ideal zum Spazierengehen, Durchatmen und Entschleunigen. Verbinden Sie den Spaziergang mit dem Besuch eines kleinen Cafés in der Nähe oder mit einem Waldweg hinauf in die Hügel.
Hier ist man weit weg von den meistfotografierten Orten, zumindest außerhalb der Susuki-Saison.
10. Die Tamadare-Wasserfälle in Tonosawa entdecken
In Tonosawa, nahe dem Ryokan Tenseien, liegen die Tamadare-Wasserfälle. Das Wasser fließt über den Fels und die Luft ist erfüllt vom Geruch der feuchten Steine. Nutzen Sie den Ort für eine kurze Pause nach einem Tag voller Besichtigungen.
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