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Die Esskultur in Myanmar

Bei den Birmanen beginnt der Tag früh morgens mit einem üppigen Frühstück. Hingegen wird dem Mittagessen keine große Bedeutung beigemessen. Nachmittags gibt es als Zwischenmahlzeit Tee mit Kondensmilch und Naans oder sonstige Snacks. Zum Abendessen versammeln sich alle Familienmitglieder rund um eine Art Couchtisch, und alle Gerichte werden gleichzeitig serviert.

Aufgrund seiner geografischen Lage verfügt Myanmar über einen fruchtbaren Boden, über Wasser und zahlreiche Helfer, um Obst und Gemüse anzubauen, die anschließend auf vielfältige Weise zubereitet werden. Dank der kulturellen Vielfalt (Zuwanderung aus den Nachbarländern und angesichts der zahlreichen ethnischen Gruppen und Sippen, denen Sie auf Ihren Trekkingtouren begegnen können ) hat die burmesische Küche eine erstaunliche Vielfältigkeit zu bieten. Sie werden schnell feststellen, dass die Birmanen sehr einfallsreich sind und es verstehen, die gewöhnlichsten wie auch die seltsamsten Zutaten zu Ihrer vollen Zufriedenheit zuzubereiten.

Bei meinem ersten Besuch in Rangun brauchte ich nur das Hotel zu verlassen und ein paar Schritte auf dem gegenüberliegenden Bürgersteig zu gehen, um festzustellen, dass alles ganz anders war als das, was ich in den vorherigen 4 Wochen im Südosten Asiens erlebt hatte. Die Küche Myanmars ist zwar nicht so bekannt wie die seiner Nachbarländer, ich jedoch fand sie bemerkenswert. Am Rande der Straße erwarteten mich belebte Teestuben, Leute, die auf dem Bürgersteig in riesigen Kochtöpfen Pilaw-Reis zubereiteten, Frauen vor den Tempeln, die Reiskuchen mit Zimt- oder Bananengeschmack verkauften, usw. Nachdem ich auf einem der rosafarbenen Kunststoffhockern Platz genommen hatte wurde mir eine Tamarindenblättersuppe serviert, kurz darauf folgte Reis mit allen möglichen köstlichen Beilagen und Gemüse, die ich derart zubereitet noch nie gegessen hatte. Als Nachtisch gab es hausgemachte Bonbons mit Kaffee- oder Tamarindengeschmack und echtem Zucker - ich befand mich in einem der Länder, in denen die Lebensmittelindustrie noch nicht die gesamte Nahrungsmittelproduktion beherrscht.

Am besten habe ich abseits der Hotels und der touristischen Stätten gegessen, indem ich den Einheimischen folgte, auf die Märkte ging und mich einfach von meinem Appetit auf neue exotische Spezialitäten lenken ließ. 

Das Frühstück 

Ich kann Ihnen nur empfehlen, während Ihrer Rundreise in Myanmar zumindest gelegentlich Ihre Essgewohnheiten zu vergessen und in Ihrem Hotel nachzufragen, wo Sie ein traditionelles Frühstück bekommen können (oft kann man es Ihnen auch im Hotel servieren). Das Frühstück ist eine der Hauptmahlzeiten der Birmanen und daher entsprechend vielseitig und reichhaltig.

5 Beispiele eines typischen Frühstücks:

- Onnoth Khawk Hswe (Nudeln in einer dicken Milchsoße).

- Nan gyi Thoke (Nudelsalat mit Curry)

- Pe Nan Bya (Naan, indisches Fladenbrot mit gekochten, mit Erdnussöl gewürzten Erbsen)

- Pe Hta min (Weißer Reis und gekochte, mit Erdnussöl gewürzte Erbsen)

- Indische Frühstücksplatte (Thali) (eine Art Pfannkuchen, zu denen Schälchen mit verschiedenen Beilagen wie Currys, Tiffin Sambar usw. gereicht werden)

Mittags-/Abendmahlzeit

- Mohinga: Das beliebteste Gericht in Myanmar, und wahrscheinlich für uns das am wenigsten appetitliche... Es besteht aus Nudeln in einer Brühe auf der Basis einer Paste aus fermentiertem Fisch und hat einen besonders strengen Geschmack. Man sollte es unbedingt einmal probieren, auch wenn es schwer fällt, es zu genießen.

- Curry: Verglichen mit den Currygerichten der Nachbarländer ist das Curry in Myanmar unglaublich. Für 1500 Kyat (ca. 1€50) wird Ihnen ein Huhn- oder Lammcurry, kalt und sehr fettig, in einem kleinen Schälchen serviert. Dazu wird Reis gereicht, dann eine Suppe/Brühe, Fischsoße, Obst-Chutneys (süß-sauer), Zwiebeln in einer Bohnensoße, Tomaten- und Gurkensalat und viele weitere Überraschungen erwarten Sie je nachdem, wo Sie dieses in Myanmar unumgänglich Gericht verzehren. Denken Sie daran, dass Sie mit Ausnahme von Fleisch um eine zweite Runde aller an Ihrem Tisch servierten Beilagen bitten können.

Birmanisches Curry

- Teeblättersalat: in Myanmar wird Tee produziert und auf allen Märkten verkauft. Die Teeblätter werden für Aufgüsse, Snacks oder Salate verwendet. Diese letzte Option ist recht ungewöhnlich und sollte unbedingt gekostet werden!

- Nudelsalate: die nicht so extravaganten Nudelsalate waren für mich eine überall erhältliche Ausweichlösung, wenn ich auf Nummer sicher gehen und unangenehme Überraschungen vermeiden wollte.

- Küche des Shan-Staats: die verschiedenen Ethnien Myanmars haben alle ihre eigene Küche. So können Sie während Ihrer Rundreise in Myanmar zahlreiche unterschiedliche Gerichte kennenlernen. Eine der bekanntesten ist die Küche des Shan-Staats, insbesondere die Nudeln, die leichter und weniger scharf als die klassischen birmanischen Nudeln sind.

- Nachtisch: Es ist nicht üblich, nach einer birmanischen Mahlzeit einen Nachtisch zu bestellen. Dafür finden Sie fast überall auf der Straße Frauen, die Gebäck mit Griess, Banane, Süßkartoffel oder Kokosnuss, bestreut mit Sesam, verkaufen. Gerade richtig für den kleinen Hunger zwischendurch!

Die Zwischenmahlzeit am Nachmittag / Teatime

Reisen bedeutet auch, seine Gewohnheiten zu ändern, sich denen der anderen anzupassen. Für mich war es in Myanmar immer ein besonderes Vergnügen, mich in eine "Teestube" auf dem Bürgersteig zu setzen und roten Tee mit viel gezuckerter Kondensmilch zu trinken. Dazu gibt es Gebäck derselben Nationalität wie die der Besitzerin (indisch, thailändisch, chinesisch usw.). Eine wohlverdiente Pause an einem ereignisreichen Tag!

Zwar muss man sich erst einmal an die sehr junge Bedienung gewöhnen (ein Trinkgeld bedeutet ihnen sehr viel mehr, als Sie sich vorstellen können), aber man verbringt unvergessliche Momente an den birmanischen Tischen, vor allem auch, weil es vollkommen normal ist, mit den Fingern zu essen. Myanmar hat viele exotische Facetten, und die Esskultur ist eine davon.

Silvia Garcia & François Vioud
39 Beiträge
Aktualisiert am 23 Oktober 2015
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